29-09-2011
Fledermäuse - die faszinierenden Flieger Wenn Halloween naht, haben Fledermäuse Hochsaison. Doch sonst werden sie wie alle Nachtschwärmer mit Argwohn betrachtet. Ihre dünne Flughaut, die sich zwischen den verlängerten Fingern spannt, erinnert viele Menschen an den Mantel des Blutsaugers Graf Dracula. Doch unsere einheimischen Fledermäuse haben mit Vampiren nichtsgemein: Sie „gehen“ sogar regelmäßig in die Kirche und auf den Golfplatz- wenn man sie lässt. Denn die kleinen Säugetiere brauchen Ruheund ein fledermausfreundliches Fleckchen: An den Fassaden der Gotteshäuser oder auf Golfanlagen finden sie genau das! Mit einem Fledermaushäuschen kann jeder den faszinierenden Fliegern sogar im eigenen Garten helfen. Doch dazu später mehr. Dass „deutsche“ Fledermäuse Blut trinken, ist ein böses Vorurteil. Nur tropische Exemplare in Südamerika naschen hin und wieder Tierblut. Unsere Fledermäuse fressen Insekten, die sie im Flug erbeuten. Dabei nutzen sie ihren „Mantel“ als Kescher. Diese interessanten Tiere „sehen“ quasi mit ihren übergroßen Ohren, die wie Satellitenschüsseln funktionieren. Fledermäuse orientieren sich über Ultraschall-Echolotung. „Hör-Bilder“ entstehen, indem sie ihre eigenen Ultraschallrufe als Echo wieder auffangen und so ihre Umgebung abhören. Sie können sie auch in der Dämmerung geschickt jedem Golfball ausweichen. Mit den Augen hingegen können Fledermäuse nur schlecht sehen. Wussten Sie, dass Fledermäuse gute „Mütter“ sind? Sie bekommen ein Junges pro Jahr, das sie mit ihrer Milch säugen. Fledermaus-Mütter unterstützen sich gegenseitig bei der Aufzucht der Jungen. Es gibt Wohnstuben für die Kleinen, in denen sich der Nachwuchs wie in einer´Kinderkrippe eng zusammenkuschelt und wartet, bis Frau Mama von der Insekten-Jagd heimkehrt. Mutter Natur hat Fledermäusen kein Kuschel-Gesicht verliehen. Manche Menschen gruseln sich vor ihrem Anblick sogar. Doch wer ein solches Geschöpf einmal in der Hand gehalten hat und sein seidiges Fell streichelt, wird begeistert sein. Fledermäuse können bis zu 30 Jahre alt werden. Doch nur wenige erreichen dieses gesegnete Alter. Als Art droht den geschickten Fliegern soga der totale Absturz: Sie sind vom Aussterben bedroht!
Fledermäuse - die obdachlosen Nachtschwärmer
Von den weltweit rund 750 Fledermausarten leben 22 in Deutschland. Sie heißen Große und Kleine Hufeisennase, Mopsfledermaus und Mausohr. Alle bei uns lebenden Arten sind bedroht und stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Säugetiere. Eulen gehören zu den natürlichen Feinden der Fledermäuse. Doch weitaus bedrohlicher für den Bestand der kleinen Säugetiere ist der Verlust alter Bausubstanz. Seit vielen Jahrhunderten besiedeln sie warme und geräumige Dachböden, verkriechen sich hinter Holzverkleidungen oder in engen Mauerspalten. Notwendige Bau- und Sanierungsmaßnahmen zur Energieeinsparung unserer Gebäude rauben ihnen die letzten Schlupflöcher unter Hausdächern. Auch sonst sind Fledermäuse immer wieder mit ihren Lebensraumansprüchen auf Kollisionskurs mit dem Menschen: Viele verunglücken schlicht im Straßenverkehr! Mit jedem Totholz-Baum, der aus dem Wald verschwindet, vergrößert sich ihre Wohnungsnot. Durch den Einsatz von Insektiziden wird das Nahrungsangebot der Insektenfresser vergiftet. Und ohne Nahrung und Herberge können Fledermäuse nicht überleben. Jeder kann Wohnraum und Verstecke für Fledermäuse schaffen und den bedrohten Säugetieren eine Herberge bieten! Als„Vermieter“ profi tieren alle Golfspieler von den fl iegenden Untermietern, denn Fledermäuse sind erstklassige Insektenfresser. In der Nähe von Sträuchern finden sie genug zu fressen. Am besten hängt die Herberge an einem starken Baum in fünf Meter Höhe. Das Einflugloch muss nach unten hin frei sein. Und die Quartiere sollten nach Möglichkeit eine Ausrichtung nach Süden haben, denn Fledermäuse und Ihr Nachwuchs sind wärme liebende Tiere. Wenn die Herberge hängt, heißt es: Geduld aufbringen! Die kleinen Flugakrobaten sind bei der Wohnungssuche wählerisch. Es kann eine Weile dauern, bis sie eingezogen sind.
Fledermausherbergen (30 Euro plus 5,50 Versandkosten) können Sie bei der Deutschen Wildtier Stiftung bestellen unter www.DeutscheWildtierStiftung.de
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Als Dachverband für die Golfclubs und Golfanlagen in Deutschland vertritt der DGV aktuell 788 Mitgliederclubs und -anlagen mit über 610.000 registrierten Amateur-Golfspielern. Gemäß seiner Satzung fördert und regelt der Deutsche Golf Verband den Golfsport in Deutschland. Diese Förderung umfasst sowohl den Breitenals auch den Leistungssport sowie unter anderem den Bereich „GOLF&NATUR“. Das gleichnamige DGV-Umweltprogramm steht für „Mehr Qualität - Mehr Spielfreunde - Mehr Zukunft“.